Europameister im Duathlon

5. Juli 2021

Lange musste er warten bis wieder ein Wettkampf stattfindet. Dass es dann gleich die Europameisterschaft im Duathlon war ist unglaublich. Am Sonntag fand bereits zum zweiten Mal, nach 2019, die EM in Targu Mures(Rumànien) statt. Die 130.000 Einwohner zahlende Stadt liegt ca. 100 km nördlich von Herrmannstadt. Für den Ausdauerathleten Christian Siedlitzki aus Luttum mit guten Erinnerungen. Denn 2019 wurde er mit hauchdünnen Rückstand Vize-Europameister. Diesmal hatte er sich viel vorgenommen. Nach seinen drei Silber-und vier Bronzemedaillen fehlte nur noch Gold.Seinen letzten Wettkampf betritt er im Juli letzten Jahres.Trotz geschlossener Fitnessstudios und Schwimmbäder arbeitete er den ganzen Winter über an seiner Grundlagenausdauer. Was ihm fehlte waren die schnellen Einheiten bzw. die Wettkämpfe.Optimistisch ging er an den Start. Gleich vom Anfang an ging es richtig zur Sache und die ersten Kilometer lief er in 3.35 min./km.“Viel zu schnell. Es fehlte an Wettkampfhärte. Mein Körper war damit gar nicht einverstanden.“Trotzdem blieb er so gut es geht dran und setzte sich schon jetzt von seinen Mitkonkurrenten ab. Die Laufstrecke war ein flacher, schneller Rundkurs mit 1,25 km, der viermal zu laufen war. Das Radfahren(5 Runden a‘ 4 km) war sehr unrythmisch, kurvig und mit zwei Anstiegen gespickt. Einsetzender Nieselregen machte die 300 m lange Tropfsteinpassage nicht leichter und man musste viel Tempo rausnehmen, um nicht zu stürzen.Zum Abschluss ging nochmals zum Laufen und nach 2,5 km hatte es man geschafft.Trotz schwerer Beine konnte sich Siedlitzki für seine schwere Arbeit und das viele Training belohnen und sich erstmals als Europameister feiern lassen. Der Vorsprung zum Zweitplatzierten Deutschen Jörg Dani betrug 3 Min.“Ich bin überglücklich über meine erste Goldmedaille bei Europameisterschaften. Jetzt heißt es Kräfte sammeln und sich auf das nächste Ziel vorbereiten. Starte Mitte August bei der Österr. Meisterschaft im Triathlon und möchte gerne meinen Titel verteidigen. Und vielleicht gibt es den einen oder anderen Bewerb schon vorher.“