Siedlitzki Vize-Europameister

8. Juli 2019

Am Sonntag fand im Rahmen der Multievent EM der Sprintbewerb im Duathlon statt. Diese werden im siebenbürgischen Targu Mures(Rumänien) ausgetragen.
Mit dabei ist auch der in Armsen lebende Österreicher Christian Siedlitzki. Für ihm lief die Saison bisher ausgezeichnet, bis auf einen kleinen Schönheitsfehler, den bei der Duathlon WM in Spanien belegte er „nur“ den ärgerlichen 4. Platz.
Getröstet hat er sich mit dem Österr. Meistertitel beim Sprinttriathlon und mit dem Niedersächs. Landesmeistertitel auf der Olympischen Distanz und Topplatzierungen in Limmer und Peine.
Nun wollte er bei der EM, als Ältester seiner Altersklasse(50-54), nochmals alle Kräfte sammeln und einen Topplatz einfahren, dass ihm auch gelang.
Der Wettkampf wurde im Stadtzentrum von Targu Mures ausgetragen. Zu Beginn mussten die Athleten einen 1.25 km langen Wendekurs viermal laufen, bevor es zu den 20 km Radfahren geht.
Gestartet wurde in Altersklassen. Siedlitzki war in der zweiten Welle(M45-80) an der Reihe.
Überraschend selbst für ihm war, dass er mit seinem geheimen Favoriten und Zweiten bei der WM gut mithalten konnte. In der dreiköpfigen Spitzengruppe lagen die ersten Kilometerzeiten bei schnellen 3,25 min./km. und die Konkurrenz in seiner Altersklasse wurde regelrecht geschockt.
In dieser Reihenfolge ging es auch zum Radfahren, wo das Windschatten erlaubt war. Es bildete sich eine 10-köpfige Spitzengruppe, Die das Tempo sehr hoch hielt. Gefährlich waren nur die sehr tiefen Kanaldeckel und die vielen Starter auf der Strecke. Es wurde sehr taktiert. Trotzdem lag der Schnitt über 40 km/h.
Immer den Spanier im Auge ging es dann in die Wechselzone zum abschließenden Laufen über 2,5 km.
Gleichzeitig ging es auf die Laufstrecke, doch schon nach kurzer Zeit musste Siedlitzki abreißen lassen. Die Medaille vor Augen mobilisierte er nochmals alle Kräfte und lief schließlich mit 10 Meter Rückstand als Zweiter ins Ziel.
„Ich bin überglücklich, dass es geklappt hat. Mir fällt gerade ein Stein vom Herzen. Jetzt heißt es regenerieren und am Freitag nochmals beim Aquathlon durchstarten.“
Vielleicht gibt es da noch eine dicke Überraschung.