Siedlitzki mischt ganz vorne mit-Gesamtvierter in Bremen

12. August 2018
Bereits zum 7. Mal fand am Sonntag der Gewoba-Triathlon in Bremen statt. Zur Auswahl stand ein Staffelbewerb, eine Olympische Distanz über 1, 5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen
und ein Volkstriathlon über 500 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen. Der Schwimmbewerb fand bei herrlichen Temperaturen von 24,5 Grad im Europahafen statt. Radgefahren wurde eine
10 km lange Runde im Industriehafen, bevor noch die Laufstrecke entlang der Schlachte zu bewältigen war.
Bereits der Staffelbewerb brach alle Rekorde. Mit 89 Staffeln(Firmen, Frauen, Männer, Mix) finden immer mehr zu der Ausdauersportart Triathlon. Auf die Olympische Distanz, die gleichzeitig als Bremer
Landesmeisterschaft gewertet wurde, gingen 240 Athleten an den Start. Die meisten Teilnehmer fanden sich beim abschließenden Volksbewerb. Mit fast 400 Starter mußte der Bewerb in zwei Wellen gestartet werden.
Der Veranstalter machte es sich sehr leicht und unterschied nur im Alter bei der Welleneinteilung. Obwohl der Armsener Christian Siedlitzki(LAV Verden) in den letzten Jahren immer eine vordere Platzierung belegte,
mußte er in der zweiten Welle starten und ein direkter Vergleich war zu seiner Verärgerung nicht möglich. Dass er aber noch lange nicht zum alten Eisen gehört und das Alter nur eine Zahl ist, bewies er abermals heute.
Seine aufsteigende Form zeigte er schon letzte Woche beim Thülsfelder Duathlon. Mit der elftbesten Schwimmzeit(9.25 min.) zeigte er sich sehr zufrieden und wechselte hochmotiviert zum anschließenden Radfahren.
Der vom Verkehr gesperrte 10 km lange Rundkurs hatte so keine Schwierigkeiten in sich. Einzig störend waren nur die vielen Gleisübergänge, die viele Fahrkünste vom Athleten aber auch einiges vom Material
abverlangten. Notgedrungen mußte vor den Übergängen viel Tempo rausgenommen werden um nicht zu stürzen und sein Material zu schonen. In der ersten Welle, wo die vermeintlichen Siegesanwärter starteten, ging es richtig zur Sache.
Eine Klasse für sich war der zwanzigjähriger Bundesligastarter und Berliner Renning Elischer(TUS Neukölln Berlin). Bereits beim Schwimmen(7.36 min.) fand er sich im Vorderfeld. Nur der Bremer Timo
Behrens(Bremischer Schwimmverein) war noch schneller und brauchte für die 500 m eine Zeit von 7.17 min. Elischer Stärken beim Radfahren und Laufen waren unübersehbar. Er benötigte für die 20 km Rad 28.33 min.
und mit Bestzeit bei den abschließenden 5 km in 16.04 min. siegte er überlegen in 55.15 min. Zweiter wurde der Bremer Behrens in 58.02 min., gefolgt für den Oldenburger Jakob Günther(Hannover 96) in 58.44 min.
Siedlitzki´s war nur mit dem Überholen beschäftigt und fand sich bereits, mit der siebtbesten Radzeit im Bewerb(30.11 min.) in aussichtreicher Position. Mit einer 17.39 min. beim abschließenden Laufen lief er nicht nur die
viertbeste Laufzeit aller Starter, sondern belegte den hervorragenden 4. Gesamtrang und gleichzeitigen Altersklassensieg in 1.00.55 Std. Bedenklich zeigt er sich über nach dem Zieleinlauf. „Ich habe heute ein ganz tolles
Rennen geliefert. Leider ging es für den Zuschauer unter, da ich in der zweiten Welle mit fünf  Minuten Rückstand starten mußte. Wenn man die Zeiten der Vorderen sieht, sollte sich der Verband auch noch den Begriff „Volkstriathlon“
überlegen. Der ist nicht mehr zeitgemäß. Lieber 250 m mehr schwimmen, aber dann als Sprinttriathlon.“ Siedlitzki startet am kommenden Wochenende bereits schon wieder beim Triathlon in Celle.