Leider nicht die erhoffte Medaille

18. Juli 2018

Hinter den eigenen Erwartungen

Christian Siedlitzki belegt bei der Weltmeisterschaft im Duathlon den zehnten Rang. Zufrieden war er mit dieser Platzierung jedoch nicht. Ausgerechnet beim Jahreshöhepunkt hat Christian Siedlitzki nicht seine erhoffte Leistung abgerufen. Der österreichische Duathlet aus Armsen hat bei der Weltmeisterschaft im dänischen Odense in seiner Altersklasse die Medaillenränge verpasst. „Das war mit Abstand meine schlechteste Radleistung in dieser Saison. Ich bin sehr enttäuscht. Aber zumindest weiß ich, an was es gelegen hat“, sagte Siedlitzki nach dem Rennen. In Odense war er über die Sprintdistanz an den Start gegangen und wurde am Ende Zehnter. „Tröstend war nur, dass ich mich in bekannter Gesellschaft mit diesem Platz begnügen musste. Denn auch der Weltmeister des vergangenen Jahres, Wayne Aylesbury aus Großbritannien, und der letztjährige Drittplatzierte Dennis Colburn aus Kanada ereilte das gleiche Schicksal“, erzählte der Ausdauersportler aus der Gemeinde Kirchlinteln.

Vielversprechender Beginn

Dabei fing das Rennen für Siedlitzki sehr vielversprechend an. „Auf dem sehr verwinkelten 5,5 Kilometer langen Rundkurs in Odense kam der Italiener Enrico Gondelfi aber am besten zurecht. Er düpierte regelrecht das Feld und wechselte mit einer hervorragenden Zeit von 18:11 Minuten aufs Fahrrad“, schilderte der Armsener den ersten Teil des Wettkampfs. Mit einem Rückstand von knapp einer Minute folgte Siedlitzki. Er beendete die Laufstrecke nach 18:56 Minuten und führte die Verfolgergruppe des Italieners an. Siedlitzkis Taktik, in der Spitzengruppe mitzufahren und auf den letzten Laufkilometern nochmals das Tempo zu erhöhen, war aber schon nach wenigen Kilometern zunichte gemacht worden. Denn der Armsener hatte Probleme mit dem hohen Tempo, das die Konkurrenz anschlug.„Woran es gelegen hat, kann ich nur vermuten“, sagte er im Anschluss. „Sicherlich war der Trainingsausfall im Frühjahr einer dieser Gründe. Dazu kam jetzt noch, dass ich lange Zeit auf mich selbst angewiesen war und viel Kraft und Energie verloren gingen.“

Mit der zweiten Spitzengruppe erreichte Siedlitzki ein zweites Mal die Wechselzone. „Da war aber das Rennen schon gelaufen.“ Mit schweren Beinen ging es auf die finalen 2,5 Laufkilometer. Mit einer Zeit von 1:03:45 Stunden lief Siedlitzki als Zehnter über die Ziellinie. Es gewann der Italiener Gandolfo (1:00:45 Std). Silber ging an den Briten Ian Raid (1:00:57 Std). Platz drei belegte Leon Field (Großbritannien, 1:00:58 Std).