Siedlitzki startet beim Qualirennen bei den Sixdays in Bremen

12. Januar 2018

Für ihm ein total neues Terrain. Er gehört zu den 16 Finalisten, die sich für die Abendveranstaltung qualifizieren können. Die Chancen dafür stehen aber schlecht, da das Bahnradfahren sich grundlegend vom normalen Straßenradfahren unterscheidet.

Alleine der Gedanke auf der 166 Meter langen Radbahn mit einem Kurvengefälle von 53 Grad in der Bremer Stadthalle mitfahren zu dürfen, machen ihm sehr erfürchtig. „Ich werde mich schön langsam nach oben arbeiten, aber Angst habe ich schon ein wenig in der Kurve hinunterzufallen. Ich habe großen Respekt davor. Denn ein Bahnrad ist kein gewöhnliches Rennrad, und die Bahn ist keine normale Bahn, wie man sie etwa aus Leichtathletik-Stadien kennt. Die Räder haben keine Bremsen und nur einen Gang – und der ist starr, das heißt: wenn die Pedale stehenbleiben, bleiben augenblicklich auch die Räder stehen. Und die kurze Bahn hat sehr enge und extrem steile Kurven, damit die Fahrer mit bis zu 70 km/h überhaupt durchfahren können. Da helfen mir meine 15.000 km Radfahren im Jahr auch nichts. Und ein Sturz wäre fatal. Prellung und Hautabschürfungen sind dann noch die geringsten Übel.“
Eine Runde weiter schaffen es „nur“ die besten Drei. Für Siedlitzki aber kein Problem, denn hier zählt nur der olympische Gedanke.
 
Das Foto zeigt Siedlitzki mit seinem Sponsor und Mit-Organisator der Sixdays H.-P. Jakst.