Vizeweltmeister im Sprintduathlon im kanadischen Penticton

28. August 2017
Wie schon 2014 enttäuschte der in Armsen lebende Österreicher Christian Siedlitzki nicht und wurde abermals Vizeweltmeister in seiner Altersklasse(M50-54) bei der Sprintduathlon WM im kanadischen Penticton(British Columbia). Dies war bereits seine siebte Medaille bei Europa- und Weltmeisterschaften.
Die Vorzeichen waren alles andere als gut. Dienstag angereist, kämpfte er die nächsten Tage stark mit dem Jetleg. Dazu kam noch dass sein Rad von Vancouver nach Penticton liegen blieb und erst 24 Stunden später angeliefert wurde.
Am meisten zu schaffen machte ihm aber eine alte, aufgebrochene Verletzung am Knöchelband. Dies machte ein Laufen unmöglich und er sah sehr pessimistisch dem Rennen entgegen. Ein Vorort ansäßiger Physiotherapeut hat er es zu verdanken, dass er an den Start gehen konnte.
Getapt und psychisch nicht voll fit ging er dann am Samstag an den Start. Leine los hieß es dann um 6.30 Uhr, um der dort derzeitigen Hitze von über 30 Grad und dem Smog der anherrschenden Waldbrände zu entgehen.
Zuerst mussten 5 km gelaufen werden, bevor eine sehr anspruchsvolle Radstrecke mit 7-11 % Steigung zu fahren war. Abschließend warteten nochmals 2,5 km Laufen auf die Athleten. Aufgrund des großen Starterfeld würde in Wellen gestartet. In der Welle (M45-59) wurde es auch dann für den Õsterreicher ernst und mit Kilometerzeiten von 3.30 min. Kann man mit Sicherheit behaupten, daß es nicht langsam zur Sache ging. Siedlitzki’s Plan war, in weiser Voraussicht was nich kommt, nicht zu schnell anzulaufen. Trotzdem wechselte er als Vierter in einer Zeit von 17.30 min. aufs Rad. Ein Stundenmittel von 32 kmh sagt alles. Das freigegebene Windschattenfahren spielte diesmal keine Rolle. Vorne weg war der starke Engländer Wayne Alyesbury und der Canadier……….. , Siedlitzki und der Ire……folgten mit ca. 150 m Rückstand und lieferten sich ein Kopf-an-Kopf Rennen. So ging es auch in die Wechselzone. Für Siedlitzki hieß es nun alles oder nichts und er setzte gleich von Anfang zum Endspurt an. Und so konnte er Meter für Meter gut machen und nach einem Kilometer den an zweiter Stelle liegenden Kanadier überholen. Mit dem Ziel vor Augen eine kleine Sensation zu schaffen, erhöhte er nochmals das Tempo und lief mit einer Zeit von 1.04.43 Std. über die Ziellinie. Weltmeister wurde abermals der Engländer Wayne Alyesbury in 1.04.13 Std. Ûberglücklich und euphorisch zeigte sich Siedlitzki, der mit dem Ausgang des Rennens mehr als zufrieden war.
Zeit zum Verschnaufen gibt es wenig, den bereits am Freitag startet er noch bei der Aquathlon WM, wo er sich auch Chancen auf eine Medaille ausrechnet.