Vizeeuropameister!

18. April 2016

Duathlon EM Kalkar (GER)Bei der ETU Duathlon-Europameisterschaft im nordrhein-westfälischen Kalkar konnte Christian mal wieder zeigen, dass er in seiner Altersklasse ganz vorne dabei ist. Obwohl die Vorzeichen alles andere als gut waren, erzielte Christian am Ende auf der Sprintdistanz (5 km Laufen, 20 km Radfahren, 2,5 km Laufen) einen hervorragenden zweiten Platz.

Unter der Woche hatte er sich noch mit gemischten Gefühlen auf den Weg an den Niederrhein gemacht. In den letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf hatte ein grippaler Infekt Christian geschwächt und ein Start war lange fraglich. Letztendlich waren es auch die aufmunternden Worte vieler Sportkollegen die dafür sorgten, dass Christian doch noch am Samstag um 18 Uhr an der Startlinie stand.

In der Altersklasse M50 gingen 30 Athleten an den Start. Der größte Teil kam, wie bereits in den Jahren zuvor, aus Großbritannien. So auch Christians größter Konkurrent Wayne Aylesbury, der im Vorjahr Vizeeuropameister wurde. Aylesbury gilt als stärkster Radfahrer im Feld. Daneben waren fünf sehr starke Teilnehmer aus Deutschland dabei, die Christian ebenfalls das Leben schwer machen wollten.

Gleich nach dem Start witterte Christian eine Chance sich vom Feld abzusetzen. Er zog das Tempo an und lediglich zwei Engländer konnten ihm folgen, darunter auch Aylesbury. Am Ende des Laufsplits konnte Christian einen Vorsprung von ca. 50 m auf den Rest des Feldes herauslaufen. Auf den anschließend zu absolvierenden zwei Radrunden á 10 km tat Christian alles um seinen knappen Vorsprung zu verteidigen. Dies gelang ihm bis zum Ende der ersten Runde bei frischem und böigem Wind ganz gut. Dann allerdings zog Aylesbury an ihm vorbei. Christian versuchte den Kontakt zu halten und sich gemeinsam mit dem Engländer vom Drittplatzierten abzusetzen. Der Abstand zum führenden Briten betrug beim zweiten Wechsel nur rund 200 m. Beim finalen Lauf über 2,5 km konnte Christian noch einmal bis auf 15 Sekunden auf Aylsebury aufschließen und lief schließlich völlig überwältigt als Zweiter über die Ziellinie.

Nach dem Rennen zeigte er sich überglücklich. Auf dem Rad fehlte Christian zwar der gewohnte Druck, umso mehr freute er sich deshalb, dass es am Ende doch für einen Platz auf dem Treppchen gereicht hat. Jetzt heißt es für Christian sich zu erholen um dann bei derWeltmeisterschaft im Juni noch einmal sein Potential abzurufen.